Beschreibung

Das schlichte zweigeschossige Betongebäude erfüllt höchste Anforde­rungen, denn die Mikroskope müssen erschütterungsfrei und von störenden Magnetfel­dern ab­geschirmt in einer temperaturstabilen Umgebung aufgestellt sein. Folglich bilden die beiden Mikroskopräume das Herzstück des Neubaus. Sie wurden als Haus-im-Haus-Konstruktion entwickelt, um die Fundamente, Wände und Decken statisch und elektrisch vom übrigen Gebäude zu entkoppeln. Um Erschütterungen zu eliminieren, stehen die Mikroskope auf luftgefederten Stahlbetonfundamenten mit einem Gewicht von jeweils 36 Tonnen. Die Einhaltung einer konstanten Raumtemperatur unter der Prämisse einer möglichst geringen Luftströmung hat in den Sonderräumen hohe Priorität. Die Wände und Decken der Mikroskopräume sind innenseitig mit ge­lochten Gipskartonplatten sowie Gipskartonkassetten ausgekleidet, die als Heiz-, Kühl- und Akustiksystem für eine Temperaturkonstanz von ± 1,0º Kelvin/Tag sorgen und zugleich den Schall absorbieren. Das große Volumen der 5,20 Meter hohen Räume gewährleistet zusätzlich das erforderliche konstante Raumklima. Durch die geschickte Grundrissorganisation ist die Fassade so gestaltet, dass sie möglichst wenig Fensterfläche aufweist und somit den sommerlichen Wärmeeintrag minimiert.

1 Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Ulm - Neubau Mikroskopgebäude SALVE/TITAN,http://www.vermoegenundbau-bw.de/projekte/projekt-detail/ulm-neubau-mikroskopgebaeude-salve-titan, Stand 07.06.2021

Produkt/Ausführung

Gipskartonwand mit OPTIPANEL 18

Projekt

Projektname

Neubau Mikroskopgebäude SALVE + TITAN Ulm

Standort

Ulm
Deutschland

Gebäudetyp

Labor/
Neubau

Architekt

Mühlich, Finke & Partner

Bauherr

Vermögen und Bau Baden-Württemberg

Jahr

2017

Fläche KRM

216 m²